Chipbranche mit kräftigem Zuwachs

18. Jänner 2004, 20:50
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Starke Nachfrage nach Handy- und Automobilchips - Monatliche Erlöse um 25,7 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar geklettert

Amsterdam - Der weltweite Umsatz mit Halbleitern hat sich einer Studie zufolge im November 2003 weiter erhöht, wobei die Wachstumsrate sogar den vierten Monat in Folge zulegen konnte. Insbesondere auf Grund starker Nachfrage nach Handy- und Automobilchips seien die monatlichen Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 25,7 Prozent auf 16,1 Mrd. Dollar (12,79 Mrd. Euro) geklettert, teilte die Branchenvereinigung World Semiconductor Trade Statistics Group (WSTS) am Montag mit. Auch die Nachfrage nach Speicherchips, so genannten DRAMs, habe wegen der anziehenden PC-Verkäufe über dem Durchschnitt der Branche gelegen.

Die Wachstumsrate lag im November deutlich über den Werten von rund zehn Prozent im Juni und Juli, als der Aufschwung in dem Sektor seinen Lauf nahm. Im Vergleich zum Vormonat konnte der Branchenumsatz immerhin noch um 4,5 Prozent zulegen. Die WSTS verwendet bei ihren Daten einen dreimonatigen Durchschnittswert, um größere Schwankungen durch kurze Ausschläge der Nachfrage zu glätten.

Steigende Stückzahlen und höhere Preise

Dem Verband zufolge resultierte der kräftige Zuwachs bei den Halbleiterumsätzen im November zu rund zwei Dritteln aus steigenden Stückzahlen, während der Rest auf höhere Verkaufspreise zurückzuführen ist. Chippreise gelten in der Branche als entscheidend, denn angesichts häufig vorhandener Überkapazitäten können die Preise unter Umständen trotz steigender Stückzahlen fallen und so den Konzernen massive Verluste bescheren.

In den vergangenen gut zwei Jahren hatte die Halbleiterindustrie die schwerste Krise in ihrer rund 50-jährigen Geschichte durchlitten. Für 2004 rechnen die meisten Analysten aber wieder mit einem Boomjahr.

Die WSTS bestätigte zugleich ihre Prognose für die Branche im abgelaufenen Jahr: Insgesamt werde 2003 mit einem Zuwachs von 18 Prozent auf dann 166,4 Mrd. Dollar gerechnet. (APA/Reuters)

  • Den vierten Monat in Folge legte die Wachstumsrate bei den Halbleitern zu
    foto: infineon

    Den vierten Monat in Folge legte die Wachstumsrate bei den Halbleitern zu

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