Magna Steyr vor Expansion in China

7. Jänner 2004, 19:07
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Neuer Chef Remmel trat Anfang Jänner Amt an

Wien - Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna Steyr will in den kommenden Jahren jenseits der österreichischen Grenzen wachsen - in Asien, vor allem in China. "Die Autoproduktion in China wird sich bis 2006 von jetzt zwei Millionen Autos auf mindestens 4,6 Millionen mehr als verdoppeln. Da wird Magna nicht abseits stehen", erklärt Magna-Steyr-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf in der Tageszeitung "Kurier" am Montag. Er gibt sich damit - was die Magna-Steyr-Expansionspläne in China betrifft - deutlich aggressiver als noch vor drei Wochen.

Bei der Vorstellung des neuen Vorstandschefs Manfred Remmel am 12. Dezember hatte dieser von einem "interessanten Standort für Komponentenhersteller" gesprochen, aber angekündigt, man werde in China in Sachen Fahrzeugproduktion "nichts überstürzen". Wolf hatte mit der Bemerkung assistiert, Magna Steyr habe auch früher, während des Investitionsbooms in die südamerikanische Autoindustrie "sehr vorsichtig" agiert und sei, nachträglich gesehen, gut damit gefahren.

Belegschaft verdoppelt

Laut dem aktuellen Zeitungsinterview will Magna Steyr die Zahl seiner Beschäftigten in China auf 4.000 verdoppeln. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt von Magna-Steyr sei Mexiko.

Seit 1. Jänner steht der ehemalige Daimler-Manager Manfred Remmel an der Spitze des Unternehmens. Er folgt Herbert Demel nach, der im Herbst 2003 vom italienischen Autokonzern Fiat abgeworben worden war. Neben der Expansion im außereuropäischen Bereich und dem Ausbau des Engineering-Bereichas zählten Kostensenkungen zu den wesentlichsten Aufgaben des neuen Vorstandschefs, hatte Wolf bei der Vorstellung Remmels gesagt. Remmel selbst hat angekündigt, in den ersten Monaten seiner Tätigkeit keine konkreteren Aussagen über die weitere Ausrichtung des Unternehmens machen zu wollen. (APA)

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