Der "Blitz von Kitz" tritt doch nicht an

29. Jänner 2004, 17:03
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Toni Sailers Absage: "Bürgermeister von Kitzbühel ist kein Nebenjob - meine Verpflichtungen lassen mir zu wenig Zeit"

Innsbruck - Skilegende Toni Sailer (68) will nun doch nicht bei den Bürgermeisterwahlen am 7. März antreten.

"Bürgermeister von Kitzbühel ist kein Nebenjob - meine Verpflichtungen lassen mir zu wenig Zeit", teilte er am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Auch angekündigte Liste tritt nicht an

Auch die angekündigte überparteiliche Liste will nun bei der Wahl nicht antreten. Für einen Rückzieher vom Rücktritt hätte Sailer freilich noch eine Möglichkeit. Der Termin für die Abgabefrist der wahlwerbenden Gruppierungen und Bürgermeisterlisten endet erst am 14. Februar.

Seine Überlegungen, sich für das Amt des Bürgermeisters von Kitzbühel zu bewerben, hätten zu vielfältigen positiven Reaktionen geführt, hieß es in der Erklärung weiter. Die breite Unterstützung, die er insbesondere aus der Kitzbüheler Bevölkerung erhalten habe, hätten ihn "sehr gefreut".

In den nächsten Jahren gebe es in Kitzbühel viel zu tun: Das Verkehrsproblem, insbesondere die Schaffung von genügend zentrumsnahen Parkplätzen, die Notwendigkeit eines Kongress- und Kulturzentrums, die Verbesserung wichtiger Infrastruktur- und Freizeiteinrichtungen, wie zum Beispiel am Schwarzsee, aber auch die bessere Vermarktung des international guten Rufes von Kitzbühel. All dies seien Herausforderungen, denen sich die politische Führung meiner Heimatstadt unbedingt stellen müsse.

Erfordert gesamte Aufmerksamkeit

Diese Aufgaben erforderten jedoch die gesamte Aufmerksamkeit der Stadtspitze und vor allem die permanente Präsenz vor Ort. Seine vielfältigen nationalen wie internationalen Aufgaben im Sport und weit darüber hinaus hätten in ihm daher die Erkenntnis reifen lassen, dass er durch all diese Verpflichtungen leider nicht genügend Zeit für diese zentrale Aufgabe in Kitzbühel zur Verfügung hätte. Da er später niemanden enttäuschen will, werde er deshalb seine Bewerbung zum Bürgermeister von Kitzbühel nicht abgeben. "Allerdings stehe ich meiner Heimatstadt selbstverständlich jederzeit gerne weiterhin als Botschafter zur Verfügung - gleich, wer als Bürgermeister in Kitzbühel amtieren wird. Darüber hinaus biete ich meine Mitarbeit, meine Erfahrung und meine guten Kontakte bei der Durchführung wichtiger Projekte für Kitzbühel an." (APA)

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    Toni Sailer

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    Der "Blitz von Kitz" in jüngeren Jahren

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