"Ich danke Gott, dass es Hubert Gorbach gibt"

7. Jänner 2004, 17:01
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Grasser sieht die Situation in der FPÖ "dramatisch verbessert" - Vizekanzler über den Finanzminister: "Freund aus der Politik"

Grasser sieht Situation in der FPÖ "dramatisch verbessert" EU-Stabilitätspakt: Grasser will den Großen "die Stirn zeigen"

Bregenz - Dickes Lob für den Vizekanzler von Finanzminister Karl-Heinz Grasser: "Ich danke Gott, dass es Hubert Gorbach gibt. Die Situation in der FPÖ hat sich dramatisch verbessert", sagt Grasser in einem Interview in der heutigen Ausgabe der "Vorarlberger Nachrichten". Der Finanzminister kündigt darin auch an, Deutschland und Frankreich in Sachen EU-Stabilitätspakt "die Stirn zu zeigen".

"Freund aus der Politik"

Grasser hatte im Skiurlaub im Montafon zusammen mit Gorbach und dem dritten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn (beide FPÖ) mehrere Termine absolviert und auch seinen 35. Geburtstag gefeiert. Bei seiner Geburtstagsrede bezeichnete Gorbach den Finanzminister laut VN als "Freund aus der Politik".

Die Vorwürfe gegen ihn hätten ihn "wehrhafter" gemacht, sagt Grasser im VN-Interview. "Karl-Heinz Grasser ist besser als je zuvor. Vorher gab es für mich nur Sonne, das ist vorbei. Ich habe dazugelernt." Dran sei an den Anschuldigungen nichts: "Seit Mai wird gegen mich ermittelt und die Staatsanwaltschaft hat noch kein einziges Mal mit mir geredet."

Haider will, dass diese Regierung hält

Mit Gorbach habe die FPÖ ihr Tief überwunden, so das Ex-Mitglied: "Wir hatten zuvor doppelte Schwierigkeiten: Haupt als Vizekanzler und die Unzufriedenheit von Jörg Haider. Das hat zur Bildung verschiedener Lager geführt." Das habe sich nun geändert: "Hubert macht seinen Job gut, Haider unterstützt die Arbeit. Er will, dass diese Regierung hält."

Die massiven Verletzungen des EU-Stabilitätspakts durch Deutschland und Frankreich bezeichnet Grasser als "massiven Schlag ins Gesicht. Aber meine Stimme wird gehört. Ich suche die Allianz mit anderen kleineren Erweiterungsländern, dann werden wir die Stirn zeigen." 2004 werde ein entscheidendes Jahr für die EU, so der 35-jährige Finanzminister: "Die neuen Mitglieder werden mehr Schwung bringen. Deutschland und Frankreich haben keine Führungsrolle mehr." (APA)

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    Zwei Freunde

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