Sloweniens Frächter verlangen höhere Quote

11. Jänner 2004, 19:59
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Österreich lehnt Aufstockung der Transitgenehmigungen ab - Slowenische Transporteure halten an Blockade-Drohung fest

Laibach/Wien - Sloweniens Verkehrsminister Jakob Presecnik hat den slowenischen Frächtern am Montag weitere Gespräche vorgeschlagen, um Argumente für eine Aufstockung der Transitgenehmigungen durch Österreich zu finden.

Danach könne man in Wien über eine Erhöhung der im vergangenen Dezember vereinbarte Quote von 15.000 Genehmigungen für die ersten vier Monate dieses Jahres verhandeln, erklärte der Minister in einer Pressekonferenz. Aus dem Verkehrsministerium in Wien verlautete unterdessen jedoch, dass eine Erhöhung der Quote nicht in Frage komme.

Der Leiter des Interessenverbandes slowenischer Spediteure (GIZ Transport), Emil Milan Pintar, erklärte gegenüber der slowenischen Nachrichtenagentur STA: "Unsere Frächter werden sich auf jeden Fall am kommenden Montag mit ihren Lkw der Klasse Euro 3 ohne Transitgenehmigungen auf den Weg machen. Falls sie von den österreichischen Organen gestoppt werden sollten, werden wir damit beginnen, die Grenzen dicht zu machen", drohte Pintar.

Wie du mir - so ich dir

Am kommenden Freitag werde man genau Pläne für die Durchführung der Blockaden haben, fest stehe bereits, dass man mit österreichischen Lkw den Anfang machen werde. "Wenn unsere Fahrzeuge ohne Genehmigungen auf ihrer Seite der Grenze aufgehalten werden, werden wir ihre Lkw auf unserer Seite stoppen, weil sie sich das Recht nehmen, auf unseren Straßen ohne Genehmigungen zu fahren, uns aber die Erlaubnis verweigern", zürnte Pintar.

Eine Erhöhung des Kontingentes schließt der "Gruppenleiter Straße" im österreichischen Verkehrsministerium, Arnold Schiefer, jedoch aus. Schließlich sei das nur der Wunsch einzelner Frächter-Lobbyisten, während man mit der politischen Führung Sloweniens einer Meinung sei.

Außerdem habe man mit Slowenien bereits eine sehr tolerante Lösung gefunden, die dem guten nachbarschaftlichen Verhältnis und den größtenteils technisch hochstehenden slowenischen Lkws Rechnung trage. "Wir haben bestes Einverständnis", so Schiefer am Montag. (APA)

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