Vorwürfe gegen israelische Soldaten erhoben

6. Jänner 2004, 21:37
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Palästinenser sollen beschossen, geschlagen und bedroht worden sein

Jerusalem - Die israelische Menschenrechtsorganisation B'tselem hat Soldaten an einem Kontrollpunkt bei Nablus im Westjordanland die fortgesetzte Misshandlung von Palästinensern vorgeworfen. In einem am Sonntag veröffentlichten Bericht wirft die Organisation außerdem den Streitkräften vor, ihre wiederholten Aufforderungen zu ignorieren, den Vorwürfen über Fehlverhalten von Soldaten nachzugehen.

B'tselem führt in dem Bericht zehn Vorfälle im Laufe von vier Tagen im Dezember auf, bei denen Soldaten am Kontrollpunkt Sara auf Palästinenser geschossen oder auf sie eingeschlagen habe. Außerdem sei Palästinensern gedroht worden, sie zu töten.

Ein Militärsprecher sagte, man habe den Bericht am Sonntag erhalten. Es sei aber zeitlich noch nicht möglich gewesen, den "sehr ernsten" Vorwürfen nachzugehen. (APA/AP)

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