Das Projekt "Topographie des Terrors"

5. Jänner 2004, 13:08
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Neubau des NS-Dokumentationszentrums in Berlin soll frühestens im Sommer beginnen können

Berlin - Der Neubau des NS-Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" kann nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" frühestens im Sommer beginnen. Jetzt solle der Rohbau in der Hauptstadt erneut ausgeschrieben werden, berichtete die Zeitung am Samstag. Nach Schätzung von Stimmann werde der Bau mindestens drei Jahre dauern.

Immer wieder hatte es Verzögerungen an dem Projekt des Schweizer Architekten Peter Zumthor gegeben. Der Bau der "Topographie" ist bereits seit einem Jahrzehnt geplant und sollte ursprünglich 1998 fertig werden. Zuletzt war das Vorhaben wegen der Insolvenz der beauftragten Rohbau-Firma ins Stocken geraten.

"Ungeliebtes Kind"?

Berlins Bausenator Peter Strieder (SPD) hatte bekräftigt, dass die "Topographie" nicht mehr als die vorgegebenen 39 Millionen Euro kosten dürfe. Zumthor musste seinen Entwurf mit einer aufwendigen Stabwerks-Fassade weiter vereinfachen, um die Kosten zu begrenzen.

Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) hatte noch im November befürchtet, dass die Berliner Baupolitik das Projekt aufgeben wolle. Das Dokumentationszentrum am Ort der Täter werde von der Berliner Bauverwaltung als "ungeliebtes Kind" behandelt. Der Bund werde die Hälfte der Kosten an dem Projekt auf dem ehemaligen Gelände der Gestapo-Zentrale nur tragen, wenn die Obergrenze von 39 Millionen Euro nicht überschritten wird, hatte sie bekräftigt. (APA/dpa)

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    Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis (links), bei einem Besuch auf der einstigen Baustelle 1998

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