Betroffene Fluglinie Flash Airlines hatte bereits des öfteren technische Probleme

5. Jänner 2004, 15:49
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In den vergangenen beiden Jahren hätten Flash-Maschinen zwei Mal wegen technischer Mängel notlanden müssen

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz im Roten Meer mit 148 Toten sind technische Probleme mit Maschinen der betroffenen ägyptischen Flash Airlines bekannt geworden. In den vergangenen beiden Jahren hätten Flash-Maschinen zwei Mal wegen technischer Mängel notlanden müssen, sagten Flughafenmitarbeiter in Genf und Athen am Sonntag. Die Schweizer Behörden teilten mit, sie hätten der Gesellschaft bereits 2002 wegen Sicherheitsbedenken die Landeerlaubnis entzogen.

Notlandungen

Schon Ende November 2002 habe eine der beiden Flash-Maschinen auf dem Weg von Sharm el Sheikh nach Bologna in Athen notlanden müssen, sagte eine Sprecherin des Athener Flughafens. Ein Techniker sowie ein Passagier des damaligen Flugs sagten, in der Luft habe es Feuer in einem der beiden Triebwerke gegeben. Der Motor wurde dabei "vollständig zerstört". Anfang Jänner 2003 habe ein Flash-Flugzeug auf dem Weg von Rom nach Paris eine Notlandung in Genf machen müssen, sagte dort ein Flughafensprecher. Ursache sei ein "technisches Problem" gewesen. Unklar war zunächst, ob in die Vorfälle auch die Unglücksmaschine verwickelt war. Flash verfügte nur über insgesamt zwei Maschinen.

Entzug der Landeerlaubnis

Bereits zuvor, im Oktober 2002, wurde der Gesellschaft nach Behördenangaben in der Schweiz die Landeerlaubnis entzogen. Die Genehmigung sei nach einer Kontrolle entzogen worden, die "erhebliche Mängel" aufgedeckt habe, sagte eine Sprecherin der Schweizer Bundesluftfahrtbehörde. Als Ursache für den Absturz am frühen Samstagmorgen hatte die ägyptische Billigfluggesellschaft einen technischen Defekt angegeben.(APA/AFP)

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