US-Steuerfahnder im Visier der eigenen Behörde

14. Jänner 2004, 14:21
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800 verdächtige Fälle entdeckt

Washington - Die US-Steuerbehörde (IRS) prüft nun nach einem Tipp die Steuererklärungen der eigenen Mitarbeiter auf möglichen Betrug. Bei 800 Fällen werde näher untersucht, ob die Steuerprüfer selber vielleicht die Vorschriften missachtet und sich als "Selbstständige" zu Unrecht Steuerabzugsposten verschafft hätten, berichtet die "Los Angeles Times". Steuerprüfer können neben ihrem Job noch eine weitere Tätigkeit als Selbstständige ausüben, solange dies von ihrem Vorgesetzten genehmigt wird und nicht Hilfe bei Steuererklärungen betrifft.

Insgesamt arbeiten 115.000 Personen bei der IRS. Bei einer elektronischen Überpruefung aller Beschäftigten wurden in 800 Fällen verdächtige Angaben zu den Selbstständigen-Steuerabzugsposten entdeckt. Nun werden diese Steuerakte einzeln geprüft. Bei einer ersten Prüfung von 25 Fällen wurden bei der Hälfte zweifelhafte Angaben entdeckt. (APA)

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