Mord an Ehemann: Frau litt an Wahnvorstellungen

7. Jänner 2004, 19:39
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Bereits seit Sommer in Behandlung - 11-jähriger Sohn musste Bluttat mitansehen

Die Ermittlungen nach der Bluttat im Bezirk Eferding, bei der eine Frau ihren schlafenden Ehemann getötet hat, sind jetzt abgeschlossen. Die Frau, die offensichtlich an Wahnvorstellungen litt und deswegen schon seit Monaten in Behandlung gewesen war, hatte am Sonntag auf ihren schlafenden Ehemann mit einem Fleischermesser eingestochen. Der Mann wurde wach und versuchte noch, sich zu wehren, die Stiche waren aber tödlich. Nach der Tat ließ sich die Frau widerstandslos festnehmen.

"Die 40-Jährige hat bereits im Sommer konkrete Äußerungen zu einer möglichen Ermordung ihrer Angehörigen gemacht - Parallelen zum jetzigen Ablauf der Bluttat sind durchaus erkennbar", so der ermittelnde Beamte. Möglicherweise habe die Frau ihr Medikament - ein Antidepressivum - in der Tatnacht nicht genommen. "Fest steht, dass die 40-Jährige ihre Medikamente unmittelbar vor der ersten polizeilichen Befragung genommen hat und dadurch dann nicht mehr vernehmungsfähig war", erklärte Lißl. Soweit bekannt wurde, gab es in der Ehe bereits seit längerer Zeit Probleme, die Frau fühlte sich von ihrem Mann vernachlässigt.

Der elfjährige Sohn des Ehepaares hatte die Bluttat mitansehen müssen. Er erlitt einen Schock und befindet sich in psychologischer Betreuung. (APA)

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