Hombach warnt vor Zeitungssterben

13. Jänner 2004, 15:29
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WAZ-Geschäftsführer unterstützt Pläne zur Erleichterung von Pressefusionen

Der Geschäftsführer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), Bodo Hombach, rechnet bei anhaltend rückläufigen Werbeeinnahmen mit einem Zeitungssterben. Wenn die Werbeeinnahmen weiter zurück gingen, würden es selbst die großen Tageszeitungen "verdammt schwer haben. Etliche werden nicht überleben", sagte Hombach dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Schleusen für neue Ideen öffnen"

Vor diesem Hintergrund unterstützt Hombach die Pläne der deutschen Bundesregierung zur Erleichterung von Pressefusionen. "Wer nicht Mediengrößen wie Rupert Murdoch oder Silvio Berlusconi anlocken will, kann die Reformideen der Regierung nur begrüßen", sagte Hombach. "Wir müssen die Schleusen öffnen für neue Ideen."

Die bisherige Rechtslage sei "vom Gedanken getragen, die Verlage klein zu halten". Allerdings rechnet Hombach auch künftig nicht mit einem Bündnis der Großverlage. "Stattdessen werden sich einige größere und kleinere zusammenfinden in der Erkenntnis, dass ökonomische Kooperationen maximale redaktionelle Vielfalt erhalten." (APA/dpa)

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