Wetter-Wirren in den USA

4. Jänner 2004, 19:53
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Schneesturm im Südwesten der USA - 25.000 Haushalte ohne Strom - Verkehrschaos

San Francisco - Verkehrte Wetterwelt in den USA: Während im üblicherweise milden Kalifornien mancherorts Schneestürme am Wochenende Stromausfälle und ein Verkehrschaos im Westen auslösten, genossen weite Teile der US-Ostküste beispielsweise in der Hauptstadt Washington am Samstag frühlingshafte Temperaturen bis zu 22 Grad. Für Sonntag wurden von den Meteorologen im Westen weitere Schneestürme vorausgesagt, der Osten soll einen starken Wintereinbruch erst im Verlauf der kommenden Woche erleben.

Lawine und Verkehrschaos in Idaho

Am schwersten war bis zum Freitag der nordöstliche Bundesstaat Idaho betroffen, wo zahlreiche Straßen nicht mehr befahrbar und viele Häuser nicht mehr zugänglich waren. Nach mehreren Lawinen mussten einem Bericht des Fernsehsenders ABC zufolge in dem Bundesstaat 25 Landesstraßen geschlossen werden. Ein Ehepaar starb in einer Berghütte, als eine Lawine über das Haus niederging und es teilweise zerstörte. Im Nachbarstaat Utah mussten nach heftigen Schneewehen drei Gruppen mit Motorschlitten die Nacht in den Bergen verbringen, bevor sie gerettet werden konnten.

In Kalifornien entgleiste ein Zug

In Kalifornien entgleiste dem Bericht zufolge außerdem in der Nacht auf Freitag ein Zug. Mehr als 300 Passagiere saßen 14 Stunden lang fest. Lange Strecken auf der Autobahn in Nordkalifornien mussten gesperrt werden. In Oregon brach die Stromversorgung für etwa 25.000 Haushalte zusammen. Im Bundesstaat Washington im Nordosten der USA fiel mancherorts Neuschnee in Rekordhöhe. (APA)

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