USA bombardieren Felder

4. Jänner 2004, 17:46
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Aufständische sollen sich in Dattelhainen verstecken - Annan macht Rückkehr der UNO in den Irak weiter von Sicherheit abhängig

Bagdad - Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers westlich von Bagdad haben US-Truppen den dünn besiedelten Süden der irakischen Hauptstadt bombardiert. Die Aktion im Rahmen der Kampagne "Iron Grip" (Eiserner Griff) im Stadtteil Dura diente nach Armeeangaben dem Kampf gegen Aufständische, die von dort Mörsergranaten und Raketen abgefeuert hätten.

Bomben auf Feldern

Einwohner von Dura sagten, die Bomben seien am späten Freitagabend auf Feldern eingeschlagen. Umgeben von Dattelpalm-Farmen liegen in der Gegend die Anwesen zahlreicher früherer Mitglieder des gestürzten irakischen Regimes. Dort befindet sich auch ein Palast des früheren Präsidenten Saddam Hussein, den die US-Streitkräfte zur Zeit als Stützpunkt nutzen.

Annan: Rückkehr nach Verbesserung der Sicherheitslage

UNO-Generalsekretär Kofi Annan bekräftigte unterdessen, dass die Vereinten Nationen erst nach einer Verbesserung der Sicherheitslage in den Irak zurückkehren werden. Die möglichen Aufgaben der UNO beim Wiederaufbau des Landes wolle er bei einem Treffen mit Mitgliedern des irakischen Verwaltungsrats am 19. Jänner erörtern, sagte Annan am Freitag am Rande politischer Gespräche in Trinidad. Er betonte, dass "wir unsere Mitarbeiter zurückschicken werden, wenn die Umstände es gestatten, wenn ein sicheres Umfeld geschaffen wird".

Die Vereinten Nationen hatten ihre internationalen Mitarbeiter im Oktober nach zwei Anschlägen auf ihr Hauptquartier in Bagdad aus dem Irak abgezogen. Zu dem Treffen im Jänner hatte Annan den von den USA eingesetzten irakischen Verwaltungsrat und die von den USA geführte Besatzungskoalition vor zwei Wochen eingeladen. Trotz positiver Reaktionen von US-Präsident George W. Bush und Außenminister Colin Powell ist noch unklar, ob ranghohe Vertreter der US-Regierung an den Beratungen teilnehmen werden. (APA)

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