Berlusconi fordert Konsequenzen

6. Jänner 2004, 14:38
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Unternehmenskontroll-System soll reformiert werden

Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nach dem Skandal des insolventen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat eine tief greifende Reform des Systems der Unternehmenskontrollen gefordert. "Das Kontrollsystem muss reformiert werden, um weitere Skandale zu vermeiden. Man muss in Italien wieder ein Klima von Vertrauen aufbauen", sagte der Regierungschef am Freitag in einer Stellungnahme.

Am Mittwoch hatte der italienische Staatschef Carlo Azeglio Ciampi vor den Auswirkungen der Krise großer Unternehmen gewarnt, die seiner Ansicht nach "auf dem Prestige und der Glaubwürdigkeit des gesamten wirtschaftlichen und finanziellen Systems lasten". Diese Krisen würden das Vertrauen der Investoren in die Unternehmen unterminieren, so der Staatschef.

Zu Silvester hatte die Polizei in Mailand, Parma und Como insgesamt sieben ehemalige Parmalat-Manager und -Mitarbeiter sowie externe Wirtschaftsprüfer festgenommen. Unter den am Mittwoch Festgenommenen sind die ehemaligen Parmalat-Finanzchefs Fausto Tonna und Luciano Del Soldato. Gegen einen achten Verdächtigen, der sich in Venezuela aufhalten soll, wurde Haftbefehl erlassen. (APA)

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