30 bulgarische Soldaten verweigern Irak-Einsatz

3. Jänner 2004, 21:26
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Nach blutigem Anschlag auf Bulgaren in Kerbala

Sofia - Nach dem Tod von fünf bulgarischen Soldaten bei einem Anschlag Ende Dezember im Irak verweigern 30 Bulgaren einen für diesen Monat geplanten Einsatz. Das sagte der Generalstabschef der bulgarischen Streitkräfte, General Nikola Kolew, am Freitag nach einem Bericht des staatlichen Rundfunks in Sofia. Zuvor habe der General im Militärkrankenhaus in Sofia Soldaten besucht, die im Irak verletzt worden waren.

Auf Druck der Familienangehörigen

Kolew sagte, die Soldaten hätten sich nach dem Anschlag gegen das bulgarische Armeelager am 27. Dezember in der irakischen Stadt Kerbala "auf Druck ihrer Familienangehörigen" abgemeldet. Der General verwies darauf, dass obwohl der Irak-Einsatz "freiwillig" sei, die Verweigerer an das Verteidigungsministerium eine Abfindung für die militärische Ausbildung und medizinischen Untersuchungen bezahlen müssten, ohne ihre Höhe zu nennen.

Ein zweites Militärkontingent aus 480 Soldaten soll in den kommenden Wochen die seit August 2003 unter polnischem Kommando im Irak stationierten Bulgaren ablösen. (APA)

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