Bosnien: UNO streicht Mittel für islamistische Organisation

3. Jänner 2004, 16:53
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Menschenrechtsorganisation "Vezir" werden Kontakte zu El Kaida nachgesagt

Belgrad/Sarajewo - Durch Beschluss der Vereinten Nationen sind die Finanzmittel des Leiters der bosnischen Menschenrechtsorganisation "Vezir", Safet Durguti, eingefroren worden. Dem in der Kosovo-Kleinstadt Orahovac geborenen Durguti soll von den UNO-Mitgliedstaaten auch die Reisefreiheit eingeschränkt werden.

Kontakte zu El Kaida nachgesagt

Laut Belgrader Sender B-92 wird Durguti angelastet, Kontakte zur islamistischen Terrororganisation El Kaida unterhalten zu haben. Das UNO-Verbot erfolgte auf Antrag der USA und Saudiarabiens, die zur Schlussfolgerung gekommen waren, dass die Menschenrechtsorganisation Vezir, die im Vorjahr in der bosnischen Stadt Tuzla gegründet wurde, nur ein anderer Name für die verbotene islamistische Menschenrechtsorganisation El Haramein sei. Die Arbeit der islamistischen Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Saudiarabien wurde vor zwei Jahren wegen ihrer Kontakte zu El Kaida untersagt.

In den gleichen Büroräumen

Durguti hatte seine Menschenrechtsorganisation als eine "Sport-, Kultur- und Bildungsorganisation" registrieren lassen. Der Sitz von Vezir befand sich allerdings in denselben Büroräumen, die vor dem offiziellen Verbot von El Haramein benutzt worden war. (APA)

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