Nordindien: 40 Menschen in einer Nacht erfroren

7. Jänner 2004, 14:48
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Fast 250 Kältetote im Süden Asiens - Betroffen sind vor allem Obdachlose

Neu-Delhi/Lucknow/Indien - 40 Menschen sind in der Nacht auf Samstag im indischen Unionsstaat Uttar Pradesh erfroren. Wie die Behörden mitteilten, handelte es sich um Obdachlose und ältere Menschen. Seit Beginn der Kältewelle mit Temperaturen um den Gefrierpunkt vor zwei Wochen sind damit in Nordindien fast 200 Menschen ums Leben gekommen.

In Uttar Pradesh fiel das Thermometer am Freitagabend auf zwei Grad, die Polizei in der Stadt Lucknow brachte Dutzende Bettler und Obdachlose in provisorische Notunterkünfte. Zusätzlich zu den für die Region ungewöhnlich kalten Temperaturen behinderte dichter Nebel den Luft- und Schienenverkehr. Zahlreiche Flugverbindungen von und nach Neu-Delhi wurden gestrichen.

Fast 200 Kältetote

Eine Kaltfront hat im Norden Indiens und den Nachbarstaaten Nepal und Bangladesch in den vergangenen zwei Wochen fast 250 Menschen das Leben gekostet. Am Freitag herrschte darüber hinaus dichter Nebel, der den Flug- und Straßenverkehr behinderte.

Die meisten Todesfälle wurden aus dem indischen Unionsstaat Uttar Pradesh gemeldet, wo die Temperatur am Donnerstag auf 2,3 Grad zurückging. Allein am Donnerstag berichteten die Behörden dort von 18 Kältetoten. Die Zahl stieg damit in Uttar Pradesh auf insgesamt 116.

Vor allem Obdachlose

Betroffen waren vor allem Obdachlose. Mancherorts fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Nach Angaben von Meteorologen soll das kalte Wetter noch das Wochenende anhalten. (APA/AP)

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