Trinkgelage im öffentlich-rechtlichen TV

2. Jänner 2004, 19:39
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Belgien: Moderator und Studiogäste machten sich gezielt "dicht" - Alkoholgegner: "Eine Schande"

Ein Trinkgelage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat Proteste belgischer Alkoholgegner ausgelöst. "Es ist eine Schande, dass so etwas im Fernsehen möglich ist", schimpfte Stan Ansoms von der Vereinigung für Alkohol- und andere Drogenprobleme (VAD) am Freitag in der Zeitung "Het Laatste Nieuws". Vor und während der Sendung "De Laatste Show" im meistgesehenen flämischen Fernsehprogramm TV1 hatten sich Moderator Mark Uytterhoeven und seine Studiogäste gezielt betrunken.

"Trinkexperiment"

"Während wir die Menschen Tag ein, Tag aus vor den Gefahren des Alkohols zu warnen versuchen, macht Uytterhoeven hunderttausenden Zuschauern weis, dass Alkoholmissbrauch normal ist. Oder sogar ein Fest", kritisierte Ansoms. Die Sprecherin des Senders VRT, Diane Waumans, entschuldigte sich für das "Trinkexperiment". Die Fernsehmacher hätten lange darüber nachgedacht: "Die Absicht war, den Zuschauern am Abend vor Silvester einen Spiegel vorzuhalten. Ihnen zu zeigen, welche schädlichen Folgen das Trinken für einen Menschen haben kann." (APA/dpa)

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