PC-Hersteller Maxdata wächst bei einem schrumpfenden Markt

12. Jänner 2004, 22:23
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Gegen den Trend ist der deutsche Computer-und Bildschirmhersteller Maxdata 2003 in Österreich gewachsen

Während der HardwareMarkt in Österreich rückläufig war, legte der deutsche PC- und MonitorHersteller Maxdata in den letzten Monaten stark zu. Laut Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest - die Zahlen liegen bis dato bis zum dritten Quartal 2003 vor - verkaufte das Unternehmen gleich um 78 Prozent mehr Standgeräte als im Vorjahresquartal und schaffte den Sprung auf den zweiten Platz: Hinter Hewlett-Packard und vor Fujitsu-Siemens und IBM. "Wir fokussieren vor allem Klein- und Mittelbetriebe", erklärt Werner Schiessl, Österreich-Geschäftsführer von Maxdata.

"Wir setzen erst auf Trends, die sich sicherlich durchsetzen. Und da nur im BusinessBereich."

"Diese erreichen wir am besten über den Fachhandel, der auch die Systemwartung und den Verkauf übernimmt. Bei Großkunden arbeiten wir mit Systemhäusern zusammen." Einen Bogen macht das Unternehmen um alles, "was mit Visionen" zu tun hat: Keine Multimedia-PCs und keine Tablet-PCs. Aber auch keine Ausflüge in die großen Handelsketten; die den Privatkundenmarkt und auch Kleinfirmen bedienen. Dies, um den Fachhandel als Partner und Verkäufer der Marke Maxdata nicht zu vergrämen. Schiessl: "Wir setzen erst auf Trends, die sich sicherlich durchsetzen. Und da nur im BusinessBereich." Trotzdem beobachtet er eine Investitionszurückhaltung in der Informationstechnologie (IT). Die Firmen erneuerten ihre Infrastruktur in diesen Zeiten ein, zwei Jahre später als sonst.

"Das ist der Grund, warum so viele Mitbewerber sich mit alternativen Märkten beschäftigen." Weiterhin glaubt er, dass im Geschäftsbereich der Desktop-PC vorherrschen wird und Notebooks nur als Zusatz verwendet werden, dort, wo Mobilität erforderlich ist. "Das Wachstum bei den Notebooks kam 2003 vor allem aus dem Consumerbereich." Ausgehend von den flachen TFT-Bildschirmen - ein Bereich, in dem Maxdata mit der Marke Belinea auftritt - sieht Schiessl die Zukunft durchaus rosig: "Der hohe Bestand an Röhrenbildschirmen in den Büros wird in den nächsten Jahren ausgewechselt."

50 Mitarbeiter

Die in Frankfurt börsennotierte Maxdata beschäftigt in Österreich 50 Mitarbeiter. 2002 wurden 40 Mio. Euro umgesetzt; 2003 sollen es über 50 Mio. Euro werden. Mehrheitlich kommt der Umsatz von PCs, gefolgt von Monitoren, Notebooks und Server. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 2. Jänner 2004)

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