Smartcard ersetzt das Busticket

9. Jänner 2004, 11:49
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Ein elektronischer Fahrschein soll in den Niederlanden bis 2007 landesweit eingeführt werden

Ein elektronischer Fahrschein soll in den Niederlanden bis 2007 landesweit eingeführt werden. Basierend auf der Funktechnologie RFID (Radio Frequency Identification) wird Philips Gratkorn zuerst einmal in Rotterdam, später bei allen holländischen öffentlichen Verkehrsbetrieben auf Smartcards mit einem solchen Funkchip umstellen. Diese Smartcards lassen sich an Kassenautomaten aufladen und können berührungslos eingelesen werden. Auch Papiertickets mit Funkchips wird es geben.

Mit einer Fahrkarte

Es wird damit möglich, mit einer Fahrkarte zwischen Zügen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen in den Niederlanden zu wechseln. Nach der Fertigstellung wird das Ticketingsystem rund 1,5 Milliarden Transaktionen pro Jahr abwickeln.

Auch in Deutschland diskutieren die deutschen Nahverkehrsbetriebe ein landesweites elektronisches Ticket. Die Berliner Verkehrsbetriebe etwa rechnen damit, dass sie mit Einführung eines solchen Systems zwei Millionen Euro im Jahr einsparen könnten - alleine dadurch, dass Fälschungen und Manipulationen erschwert werden.

Derzeit nicht

In Österreich werden solche Technologien derzeit nicht angedacht - so jedenfalls die Verkehrsverbände Wien und Graz. In Wien hat man ja erst damit begonnen, Ticketing via SMS einzuführen.

Experten erwarten von den Funklösungen künftig eine Reihe von Dienstleistungen und Services sowie einen breiten Einsatz im Handel. Standards und Sicherheitsvorkehrungen vorausgesetzt, lassen sich die RFID-Chips auch in Reisepässen und Mobiltelefonen integrieren. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 2. Jänner 2004)

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