Chinesische Flieger

1. Jänner 2004, 20:09
posten

Ziel der Truppe von Heinz Koch ist bei der Olympiade 2006 zu punkten

Garmisch-Partenkirchen - Chinas Skispringer haben bei der Vierschanzentournee ihre Premiere im Weltcup gefeiert. In der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen waren mit Tian Zhandong und Li Yang erstmals zwei Athleten aus dem Reich der Mitte am Start. Das Duo hatte sich bei den Landesmeisterschaften in der Mandschurei für den Auftritt in Europa empfohlen.

Die Premiere kam auch für den Veranstalter des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen überraschend. Bei der Präsentation der teilnehmenden Nationen fehlte am Mittwoch die chinesische Flagge. Den Wettbewerb am Neujahrstag erlebten die Chinesen nur als Zuschauer - sie waren in der Qualifikation gescheitert.

Eigentlich eine Sensation

Als Cheftrainer der Chinesen agiert Ex-ÖSV-Trainer Heinz Koch. Der gebürtige Kärntner war über die Plätze in der Qualifikation (Ränge 65 und 67 unter 69 Klassierten) nicht enttäuscht: "Es ist eigentlich eine Sensation, dass sie nach nur halbjährigem professionellem Training hier am Start sind."

Die Skispringer in China, insgesamt gibt es rund 100, genießen Unterstützung der Politik und haben genügend finanzielle Mittel für eine gute Ausbildung zur Verfügung. Li und Tian trainieren unter Koch in Stams in Tirol, bestreiten den Kontinentalcup und kommen nur für zwei Monate im Jahr in ihre Heimat zurück. Bis 2006 sollten Springer aus dem Reich der Mitte Fixplätze im Weltcup haben. Kochs Zielsetzung: "Im Olympiajahr sollen sie so weit sein, dass sie auch Punkte holen." (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Heinz Koch ist für die Skispringer aus dem Land der aufgehenden Sonne verantwortlich.

Share if you care.