Country-Protest gegen Bushs Irakkrieg

8. Jänner 2004, 13:00
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Willie Nelsons "Wie viel Öl ist ein Menschenleben wert?" für fünf Grammys nominiert

New York - Der amerikanische Country-Star Willie Nelson protestiert mit einem neuen Song gegen den Irak-Krieg. Der 70-Jährige habe den Titel "Whatever Happened To Peace On Earth" spontan am ersten Weihnachtstag geschrieben, als er im Fernsehen Nachrichten aus dem Irak sah, hieß es am Donnerstag in US-Medienberichten. Nelson werde den Song am Wochenende bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokratischen Partei im Bundesstaat Texas erstmals öffentlich vortragen.

In dem Lied fragt der Country-Sänger, der für die bevorstehende Grammy-Verleihung fünf Mal nominiert ist: "Wie viel Öl ist ein Menschenleben wert?" Im Refrain heißt es frei übersetzt: "Verdammt, die sollten mich nicht belügen, nicht in meinem eigenen verdammten Fernsehen. Wieviel ist das Wort eines Lügners wert, und was ist geschehen mit dem Frieden auf der Erde?"

In Texas und anderen Südstaaten der USA, wo Country-Musik besonders populär ist, war im vergangenen Jahr die Band Dixie Chicks wegen öffentlicher Kritik an US-Präsident George W. Bush angegriffen worden. Radiostation boykottierten die Musik des Damen-Trios und Bush-Anhänger zerstörten öffentlich CDs der Dixie Chicks.

Eine Reihe amerikanischer Pop- und Rockmusiker haben für das Wahljahr 2004 Protestauftritte gegen die Bush-Regierung angekündigt. Dazu gehören die Dave Matthews Band und der einstige Eagles-Leadsänger Don Henley sowie Lou Reed und die Punkrock-Band Good Charlotte. (APA/dpa)

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