ÖGB Kärnten: Kampfmaßnahmen gegen Zwei-Klassen-Medizin, falls nötig

2. Jänner 2004, 10:53
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2004 für ÖGB-Kärnten sehr wichtiges Jahr - Unterrieder sieht in der Gesundheit nächste Konfrontation mit der Regierung

Klagenfurt - Der Vorsitzende des ÖGB Kärnten, Adam Unterrieder, sieht im Gesundheitssystem den nächsten Konflikt mit der Regierung heraufdämmern: Derzeit finde eine "beinharte Umschichtung" statt, betonte der Kärntner ÖGB-Vorsitzende gegenüber der APA. Dies betreffe auch die Gesundheit, "wo die nächste Konfrontation stattfinden wird. Zum Schutze jener, welche die Hilfe der Allgemeinheit brauchen". Unterrieder: "Wir bekennen uns zur Solidarität, die Regierung aber will eine Zwei-Klassen-Medizin schaffen. Dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen. Falls es erforderlich sein sollte, werden wir wieder Kampfmaßnahmen ergreifen."

Wichtige Jahr

2004 sei ein wichtiges Jahr für den ÖBG Kärnten, so Unterrieder: Am 7. März findet die Landtagswahl statt, im April die Arbeiterkammer-Wahlen und auch der 1. Mai ist mit dem Beitritt Sloweniens zur EU ein wichtiges Datum. Insgesamt sieht Unterrieder die Gewerkschaftsorganisation wieder gestärkt. "Wir haben aus den Kampfmaßnahmen des vergangenen Jahres gewonnen", sagte er. "Die Bereitschaft zum ÖGB zu gehen, ist gestiegen, vor allem bei den jüngeren Leuten." Denn sie hätten festgestellt, dass "wir jene sind, die sich auch um ihre Anliegen kümmern". Die Gewerkschaften seien bemüht, den derzeitigen Regierungskurs "in eine andere Richtung zu bringen".

Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik

Ein Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit im Jahr 2004 werde die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik sein. "Der Landeshauptmann sagt, es gebe so viele Arbeitsplätze, aber die Leute finden keinen", dazu Unterrieder. Die freien Arbeitsplätze seien großteils so miserabel, dass sich niemand dafür findet. "Daher hoffen wir, dass der Konjunkturaufschwung nicht nur herbeigeredet ist", merkte er an. Denn es müsse sich etwas tun, weil "alle Systeme nur über Beschäftigung zu finanzieren sind".

Sozialdemokraten müssten wieder zur Nummer 1 in Kärnten werden

Im Hinblick auf den 7. März sprach Unterrieder in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) davon, alles daranzusetzen, um die SPÖ und ihren Spitzenkandidaten Peter Ambrozy zu stärken. Die Sozialdemokraten müssten wieder zur Nummer eins in Kärnten werden. Bei den AK-Wahlen will die FSG mit dem derzeitigen Präsidenten Günther Goach an der Spitze versuchen, ein "Topergebnis" einfahren.

"Die EU-Osterweiterung werden wir sehr genau beobachten", kündigte der ÖGB-Vorsitzende an. "Vor allem wie sie sich auf den Arbeitsmarkt in Kärnten auswirken wird." (APA)

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