Blutiges Silvester auf Philippinen

2. Jänner 2004, 17:40
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Mindestens 28 Tote bei Bränden, Unfällen und Schießereien

Manila - Blutiger Silvester auf den Philippinen: Mindestens 28 Menschen sind bei den Feiern zum Jahreswechsel getötet und etwa 590 verletzt worden. Ursache waren Brände, Unfälle oder Schießereien. Allein bei einem von Feuerwerkskörpern ausgelösten Brand in Lucena, 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, sind am Mittwoch mindestens 18 Menschen getötet worden. "Die Kracher explodierten plötzlich an einem Marktstand", sagte der Feuerwehrchef der Stadt, Nelson Jalbuena. Ein Mensch wurde am Donnerstag noch vermisst.

Das Feuer brach aus, als sich einige Filipinos in einem Geschäft, in dem die Feuerwerkskörper verkauft wurden, für die traditionell rauen Silvestersitten eindeckten. Die Flammen griffen auf ein anliegendes Gebäude über und zerstörten es. "Die Opfer rannten in das Haus, in dem sie wohnten, als die Feuerwerkskörper hochgingen", berichtete Jalbuena. So seien sie in eine Feuerfalle geraten.

Jedes Jahr zu Silvester zünden Filipinos die Feuerwerkskörper in dem Glauben, der Lärm vertreibe böse Geister und bringe ihnen Glück im neuen Jahr. Einige schießen um Mitternacht mit Waffen in die Luft. Behörden warnen immer wieder vor zu starken Böllern und wild abgegebenen Schüssen aus Gewehren und Pistolen. (APA/dpa)

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    Ein Böller-Opfer in Manila wird verarztet

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