Kolumbien: Guerilla greift Lager der rechten Paramilitärs an

1. Jänner 2004, 21:35
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Laut Polizei mehr als 40 Tote

Bogota - In Kolumbien sind nach Polizeiangaben bei einem Angriff marxistischer Rebellen auf rechtsextreme paramilitärische Einheiten mehr als 40 Menschen getötet worden. Angehörige der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" und der "Nationalen Befreiungsfront" hätten am Dienstag etwa 320 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Bogota ein Feldlager der paramilitärischen Einheiten angegriffen, teilte die örtliche Polizei am Mittwoch mit. Mehrere Häuser seien dabei zerstört worden. Die Identität der Toten konnte noch nicht festgestellt werden.

Linke Rebellen-Gruppen liefern sich seit fast vier Jahrzehnten einen Guerilla-Krieg mit der Armee und rechtsextremen paramilitärischen Gruppen. Allein im vergangenen Jahrzehnt sind dabei rund 40.000 Menschen getötet worden. Die rechtsextremen paramilitärischen Gruppen führen derzeit Friedensgespräche mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe. (APA/Reuters)

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