Israelischer Soldat nach Schüssen auf britischen Friedensaktivisten festgenommen

2. Jänner 2004, 20:19
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Tom Hurndall, seit 11. April im Koma, wurde inzwischen für hirntot erklärt

nach Vorfall im Gazastreifen hirntot

Jerusalem - Ein israelischer Soldat ist unter dem Verdacht festgenommen worden, einen pro-palästinensischen Friedensaktivisten aus Großbritannien durch einen Schuss schwer verletzt zu haben. Es sei eine "sehr ernste und gründliche Untersuchung" eingeleitet worden, sagte eine Armeesprecherin am Mittwoch. Der namentlich nicht genannte Soldat habe zugegeben, "in der Nähe eines unbewaffneten Zivilisten geschossen zu haben, um ihn abzuschrecken". Über eine Anklageerhebung sei noch nicht entschieden.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 11. April im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah im Gazastreifen. Der britische Aktivist, Tom Hurndall, wurde inzwischen für hirntot erklärt. Er liegt in einem Londoner Krankenhaus. Hurndall war als Mitglied der pro-palästinensischen Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM) in den Gazastreifen gekommen. Nach Berichten von Augenzeugen hatte er versucht, zwei Kinder aus der Schusslinie zu ziehen, als ihn eine Kugel am Kopf traf. (APA)

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