Staub, der mehr wert ist als Gold

3. Jänner 2004, 17:15
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NASA-Sonde "Stardust" sammelte erstmals in der Geschichte Kometenstaub ein - Gewissheit bringt aber erst ihre Rückkehr 2006

Washington - Die NASA-Sonde "Stardust" soll erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den "Sternenstaub" eines Kometen eingesammelt haben. Alle Anzeichen deuteten auf den Erfolg der Mission hin, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Nach ihrer fünfjährigen Reise zum Kometen Wild-2 habe die "Stardust" planmäßig ihr Ziel erreicht. In nur 300 Kilometer Entfernung sei die Sonde an dem Kometen - einem schmutzigen Ball aus Eis und Gestein - vorbeigeflogen und habe den Staub eingesammelt.

Einen Beleg für den Erfolg könne es erst später geben, wenn entsprechende Daten auf der Erde eingetroffen und ausgewertet seien, so die NASA. Bis zum Jänner 2006 wird es dauern, bis die Sonde selbst die Erde wieder erreicht und den Sternenstaub mit einer Fallschirm-Kapsel über einem Militärgelände im US-Staat Utah abwirft.

Kosmischer Fänger

Mit seinem wie ein Tennisschläger geformten Staubfänger sollte die Sonde winzige Partikel im Umfeld des Kometen einfangen. Der Staub der Kometenwolke verfing sich den Angaben zufolge wie geplant in dem mit einem schwammähnlichem Material beschichteten Kollektor. Die Wissenschaftler hoffen, dass etwa 20 Gramm Kleinstpartikel im Vorbeiflug an dem Kollektor kleben blieben.

Die winzigen Partikel aus dem fernen All sollen den Wissenschaftlern bei der Frage nach den Ursprüngen unseres Sonnensystems helfen. Wild-2 ist ein eher kleiner Komet, der etwa 5,4 Kilometer breit ist und erst 1978 entdeckt wurde.(APA/dpa)

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