Asien begrüßte das neue Jahr

2. Jänner 2004, 17:39
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Weltweit strenge Sicherheitsvorkehrungen - Mindestens 14 Tote bei Brand auf den Philippinen

Tokio/New York - Millionen Menschen in aller Welt haben sich in der Silvesternacht auf öffentlichen Plätzen versammelt, um das Jahr 2004 zu begrüßen. Zu den ersten, die sich ein gutes neues Jahr wünschen konnten, gehörten die Einwohner der Pazifikinsel Kiribati. Eine Stunde später war es auch in Wellington soweit und nochmals zwei Stunden später in Sydney. Aus Angst vor Terroranschlägen wurden vielerorts die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Auf den Philippinen kam es in der Silvesternacht zu einem tragischen Unfall. Auf dem alten Mark von Lucena zündete ein Verkäufer einen Knallkörper, der auf einem Stapel weiterer Feuerwerkskörper landete und diese in Brand setzte. Mindestens 14 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, wie die Polizei mitteilte.

Ungetrübt blieb die Feierstimmung in Sydney, wo schon vor Mitternacht ein prachtvolles Feuerwerk den Hafen erhellte. Einwohner und Touristen warteten stundenlang, um sich einen guten Platz für das Spektakel zu sichern. Viele Straßen der australischen Metropole wurden für den Autoverkehr gesperrt.

In Kuala Lumpur herrschten strenge Sicherheitsbestimmungen, weil sich zu den Feiern am Fuße der Petronas-Bürotürme auch der neue Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi angesagt hatte. In Thailand wurden die Wachen vor den Botschaftsgebäuden jener Staaten verstärkt, die als Ziel möglicher Terroranschläge gelten, wie Verteidigungsminister Thammarak Isarangura na Ayuthaya erklärte.

In China wird das Neujahrsfest erst am 22. Januar gefeiert. Dennoch versammelten sich auch dort zahlreiche Menschen, um das Neue Jahr nach westlicher Zeitrechnung zu begrüßen. Vor allem in Schanghai war eine riesige Mitternachtsparty angesetzt, auch in Peking sowie in der Sonderzone Hongkong wurde gefeiert. Dort wollten Regierungsgegner am Neujahrstag eine riesige Demonstration für mehr Demokratie veranstalten.

Mehr als zwei Millionen Japaner planten für den Neujahrstag noch vor Morgengrauen einen Besuch am heiligen Meiji-Schrein in Tokio. Insgesamt rechnete die Polizei damit, dass mehr als zwei Drittel der 120 Millionen Einwohner des Landes an diesem Tag ein Shinto-Heiligtum aufsuchen würden.

Als in Asien bereits das Neue Jahr begrüßt wurde, war der New Yorker Times Square am frühen Morgen noch weitgehend menschenleer. Angesichts der zweithöchsten Terroralarmstufe in den USA waren zahlreiche Sicherheitsbeamte jedoch bereits im Einsatz. Kanalschächte wurden verschlossen sowie Briefkästen und Mistkübel entfernt, um der Lagerung von Sprengsätzen vorzubeugen.

Auf dem schwer bewachten zentralen Platz von New York wurden für die Feiern um Mitternacht mehr als 750.000 Menschen erwartet. Dann sollte auch wieder auf dem 25-stöckigen Haus Nummer eins die berühmte Kristallkugel einen 23 Meter langen Mast hinabfallen, um den Beginn des neuen Jahres zu markieren. In fast allen amerikanischen Großstädten wurden für die Silvesterfeiern in diesem Jahr die bislang schärfsten Sicherheitsvorkehrungen aller Zeiten getroffen. (APA/AP)

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