Guatemala: Rigoberta Menchu will in neuer Regierung mitarbeiten

5. Jänner 2004, 07:59
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Nobelpreisträgerin nimmt Einladung des neuen Präsidenten Oscar Berger an

Guatemala - Die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu (44) will offenbar in der neuen Regierung Guatemalas unter Präsident Oscar Berger einen Kabinettsposten übernehmen. Wie der internationale Missionspressedienst "Misna" laut Kathpress am Mittwoch berichtete, hat Menchu, die durch ihren Kampf für die Rechte der indianischen Urbevölkerung ("Indigenas") international bekannt wurde, eine entsprechende Einladung des neuen Präsidenten angenommen. Seine Kabinettsliste will Berger am 7. Jänner bekannt geben.

Im November hatte Menchu gesagt, sie erwäge eine Präsidentschaftskandidatur bei den übernächsten Wahlen im Jahr 2011. Sie hoffe, dann die nötige Reife für dieses Amt zu haben. Menchu hatte im Jahr 1992 den Friedensnobelpreis erhalten.

In dem zentralamerikanischen Land hatte der jahrzehntelange Bürgerkrieg nach dem von der CIA inszenierten Sturz von Präsident Arbenz zehntausende Tote gefordert. Rigoberta Menchu war wesentlich an der Aufdeckung der Mechanismen der Repression beteiligt. (APA)

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    1992 wurde Rigoberta Menchú (hier mit Präsident Oscar Berger) der Friedensnobelpreis verliehen. Die Entscheidung war nicht unumstritten, da ihr Verhältnis zur Gewalt während der Jahre im Widerstand ambivalent blieb.

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