Queen adelt Internet-Erfinder

9. Jänner 2004, 11:44
posten

Tim Berners-Lee nun Ritter - Auszeichnungen auch für Eric Clapton, Tim Henman und Rugby-Team

Die englische Königin Elisabeth II. hat den "Web-Erfinder" Tim Berners-Lee für seine Verdienste im Bereich Wissenschaft bei der Entwicklung des WWW mit dem zweithöchsten Rang des Order of the British Empire, dem Knight (Ritter), ausgezeichnet.

Dezember 1991

Berners-Lee, der in den USA lebt, ist gebürtiger Brite und hatte am schweizerischen CERN die Ursprünge des World Wide Web entwickelt. Am 18. Dezember 1991 führte Berners-Lee auf der Hypertext 91 in San Antonio zum ersten Mal das Web vor. Die erste Webseite war bereits am 12. Dezember 1991 im öffentlichen Internet freigeschaltet worden.

Ebenfalls geehrt Eric Clapton

Rockgitarrist Eric Clapton (58) bekommt einen Orden von der Queen. Der achtfache Grammy-Gewinner wird als "Musikgenie" auf der traditionellen Neujahrs-Ehrungsliste von Königin Elizabeth II. geführt, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Unter den dort genannten knapp 1.000 Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich um das Vereinigte Königreich verdient gemacht haben, finden sich auch Tennis-Star Tim Henman und Ray Davies, Mitbegründer und Songwriter der Band "The Kinks".

Vorstufe zum Ritter

Die Auszeichnung "Commander of the British Empire" (CBE) für Clapton ist die Vorstufe zur Erhebung in den Ritterstand. Der stark vom Blues beeinflusste Gitarrist ("After Midnight") kann auf eine 40 Jahre währende Karriere zurückblicken und schrieb Musikgeschichte.

Rugby-Nationalmannschaft

Mit der höchsten Auszeichnung, dem Ritterschlag, wurde der Trainer der englischen Rugby-Nationalmannschaft, Clive Woodward, bedacht. Für den Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 wird er sich künftig "Sir" nennen dürfen. Orden bekommen darüber hinaus alle Mitglieder seiner Mannschaft. Für den Bereich Wissenschaft wird Tim Berners-Lee, maßgeblicher Erfinder des Internets, zum Ritter geschlagen.

Tim Henman

Der britische Tennis-Star Tim Henman wird in Zukunft die offizielle Abkürzung OBE ("Officer of the British Empire") tragen. Nach Angaben von Downing Street wird der Sportler für den Erfolg geehrt, "einer der besten Spieler zu sein, die Großbritannien seit vielen Jahren hervorgebracht hat".

Die weitaus meisten Namen auf der Ehrungsliste, die von der Regierung vorgeschlagen werden, kennt niemand. Denn neben Musikern, Sportlern oder Entertainern werden auch Polizisten, Milchmänner oder ehrenamtliche Helfer für ihren Einsatz ausgezeichnet. Die eigentlichen Ehrungszeremonien, die meistens im Buckingham Palast vonstatten gehen, folgen zu einem späteren Zeitpunkt.(red/APA/dpa)

Share if you care.