Rotes Kreuz fordert Zugang zu Saddam Hussein

1. Jänner 2004, 10:31
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IKRK betrachtet Ex-Diktator als Kriegsgefangenen

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat Zugang zu dem von den USA gefangen gehaltenen früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein gefordert. Gemäß der Genfer Konvention habe die Organisation das Recht, jeden Kriegsgefangenen oder inhaftierten Zivilisten zu besuchen, sagte IKRK-Sprecher Florian Westphal am Dienstag in Genf.

Das IKRK stehe in der Frage der Kriegsgefangenen und anderen Häftlingen im Irak in regelmäßigem Kontakt zu den US-Behörden; bei diesen Gesprächen sei es auch um Saddam Hussein gegangen. Eine Zeitvorgabe für einen Besuch gebe es nicht; "generell" solle dies so schnell wie möglich geschehen.

Das IKRK betrachtet Saddam Hussein als Kriegsgefangenen, der unter dem Schutz der Genfer Konvention steht. Dem Regelwerk zufolge sind Kriegsgefangene lediglich zur Auskunft über ihre persönlichen Daten verpflichtet. Körperliche oder psychische Folter sowie "jede Form des Zwangs" sind demnach unzulässig. (APA)

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