Miba plant keinen Börserückzug

14. Jänner 2004, 14:13
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Auch kein "squeeze out" - Mitterbauer: Kündigung der Kapitalanteilsscheine reine Finanzierungsfrage

Wien - Der oberösterreichische Autozulieferer Miba plant weder einen Rückkauf seiner an der Wiener Börse notierten Vorzugsaktien noch ein "squeeze out" der Minderheitsaktionäre. Dies erklärte Hauptaktionär und Vorstandschef Peter Mitterbauer am Dienstag.

Am Montag hatte Anlegervertreter Wilhelm Rasinger spekuliert, dass der per Ende Februar erfolgende Rückkauf der Kapitalanteilsscheine das Vorspiel zu einem Börserückzug des Unternehmens sein könnte.

"Es besteht keinerlei Absicht, die Vorzugsaktie von der Börse zu nehmen", betonte Mitterbauer. Die Kündigung der Anteilsscheine sei aus rein finanziellen und steuerlichen Erwägungen erfolgt. Die Miba verfüge über 40 Mio. Euro an Liquidität, die weniger Verzinsung bringe als die Kapitalanteilsscheine kosteten.

23 Prozent Streubesitz

Die Nominale der Kapitalanteilsscheine beträgt 16 Mio. Euro, der Preis orientiert sich an den Durchschnittskursen der Aktie während der drei Monate vor dem Rückkauf. "Das ist aber der einzige Konnex zwischen Kapitalanteilsschein und Aktie." Eine Umwandlung der Vorzugsaktie in Stämme sei ebensowenig geplant, sagte Mitterbauer. Derzeit befinden sich rund 23 Prozent der Miba im Streubesitz.

Warum der Interessenverband der Anleger (IVA) und sein Präsident den Verdacht hegten, die Miba wolle den Aktionären "den Sessel vor die Tür stellen" sei ihm schleierhaft, sagte Mitterbauer. Rasinger sei von der Kündigung der Kapitalanteilsscheine ebenso informiert gewesen wie darüber, dass keine Absicht bestehe, etwas an der Notierung der Aktie zu verändern. (APA)

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