Zwang zu Sky Marshalls

2. Jänner 2004, 13:01
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USA-Flüge müssen bewacht werden

Ausländischen Fluggesellschaften droht die Entziehung der Landeerlaubnis für die USA, falls sie einer US-Direktive zum Einsatz von "Sky Marshalls" nicht Folge leisten. Das erklärte US-Heimatschutzminister Tom Ridge Montagabend in Washington.

Der Direktive zufolge müssen bei erhöhtem Terrorverdacht auf Flügen über US-Gebiet bewaffnete Flugbegleiter an Bord sein. Mehrere Fluggesellschaften sagten bereits ihre Kooperation zu, unter anderem Air France, Lufthansa und British Airways. Die Gewerkschaft der britischen Luftlinie hat aber zum Boykott aufgerufen: Piloten, die keine Waffen an Bord haben wollen, sollten solche Flüge verweigern.

Bei der Austrian (AUA) wollte man vor einer offiziellen Aufforderung durch die US-Behörden nicht reagieren. Auch die Luftfahrtbehörde in Moskau betonte, noch sei keine Entscheidung darüber gefallen, ob Russland der US-Direktive Folge leisten werde.

Lufträume gesperrt

Der Luftraum über New York und Las Vegas wird über Silvester für den privaten Flugverkehr gesperrt. Ridge sagte, die zweithöchste Terroralarmstufe "Orange" werde mindestens noch bis zum Neujahrstag aufrechterhalten. Sie war am 21. Dezember aus Sorge vor möglichen neuen Terroranschlägen ausgerufen worden.

Washington behalte sich das Recht vor, die Erlaubnis zur Landung in den USA oder zu Flügen über US-Gebiet zu widerrufen, sagte Ridge. "Wir sind heute noch so besorgt, wie wir es gestern waren", sagte der Minister. (AP, dpa/DER STANDARD; Printausgabe, 31.12.2003/1.1.2004)

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