Gorbach: Gerechte Abgabe, Ökologisierung ab 2005

1. Jänner 2004, 18:44
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Auch Ausdehnung auf Ausweichrouten angekündigt

Wien - Vizekanzler Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) bezeichnete die leistungsabhängige Lkw-Maut, die ab 1. Jänner kommt, am Dienstag als "gerechte Abgabe". "100 Prozent der Einnahmen fließen in den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur und dienen nicht zum Stopfen von Budgetlöchern, wie es in anderen Ländern der Fall ist", betonte der Verkehrsminister in einer Aussendung.

Spätestens ab 2005 sollen die Tarife im Sinne einer Ökologisierung neu gestaltet werden. Alte Lkw sollen mehr bezahlen, neue weniger. Ziel sei es, dass "so genannte Stinker künftig so viel bezahlen, dass es für sie nicht mehr rentabel ist", durch Österreich zu fahren, betonte Gorbach schon am Montag.

Außerdem will Gorbach künftig auch nicht nur auf Autobahnen und Schnellstraßen Maut, sondern auch auf Ausweichrouten verrechnen. So könnten Lkw künfstig etwa auch auf der Wiener Bundesstraße (B1), die parallel zur Westautobahn (A1) verläuft, Maut zahlen müssen. An eine Lkw-Maut für das gesamte heimische Straßennetz - wie in der Schweiz - denkt man in Österreich aber nicht.(APA)

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