Alle gegen Eine, gegen die Austria

2. Jänner 2004, 11:22
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Wiener Stadthalle mit Austria vs. Rapid als Kracher zum Auftakt - Violettes Ziel ist klar: Turnier-Sieg soll bestätigt werden

Wien - Der sechste T-Mobile-Hallencup startet von Donnerstag bis Sonntag in der Wiener Stadthalle und macht danach auch in Linz (Intersport-Arena/9. bis 11. Jänner) sowie in Graz (Stadthalle/16. bis 18. Jänner) Station. Am Vogelweidplatz wird die Jagd auf die Wiener Austria, die 2003 national alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, eröffnet.

Sechs Teams in zwei Gruppen

Auf dem Parkett müssen die Veilchen, mit 19 Stadthallen-Erfolgen Rekordsieger, ihren ersten Titel verteidigen und gleich der erste Tag des neuen Jahres bietet zur Freude der Fans von Violett und Grün mit dem Derby Austria - Rapid einen ausgesprochenen "Kracher". Dritter im Bunde der Gruppe B ist das Red Zac-Team Erste Liga, das vor zwei Jahren triumphiert hat und vor einem Jahr Vierter war. Im Pool A treffen Herold Admira, der Vorjahrsdritte SV Mattersburg und Sportklub United, der Finalist 2003, aufeinander.

Rapid um Wiedergutmachung

Das große Derby ist quasi eine Fortsetzung der herbstlichen Freiluft-Saison, in deren Finish die Austrianer die Rapidler als Tabellenführer noch abgefangen haben. 2003 endete das Hallen-Duell "remis", ein Mal siegte die Austria 3:2, einmal Rapid 2:1. Vor allem die Hütteldorfer haben aber in der Halle, wo sie vor einem Jahr am Finaltag nicht mehr dabei waren, einiges gut zu machen. "Wir werden diesmal gut aussehen und wollen Austria vom Thron holen", kündigte der grüne Sportdirektor Peter Schöttel an.

Hickersberger diplomatisch

Und Andreas Ivanschitz ist überzeugt, "dass wir gut abschneiden werden." Der Fußballer des Jahres 2003 fügt hinzu: "Ein Derby-Sieg gleich zu Beginn wäre der erste Schritt." Für Roman Wallner ist "ein guter Hallencup auch gut fürs Selbstvertrauen." Trainer Josef Hickersberger gibt sich wie stets vorsichtig diplomatisch: "Unser erstes Ziel ist es, guten und schnellen Fußball zu spielen und unsere Fans zufrieden zu stellen."

Austrias Ziel: Turniersieg

Der Favorit gibt sich gerüstet, zumindest verbal. "Der Weg führt nur über uns, alles andere als der Sieg, wäre für uns eine Enttäuschung", sagt Austria-Sportdirektor Günter Kronsteiner. Trainer Joachim Löw verspricht, dass seine Schützlinge das Turnier sehr ernst nehmen würden. "Als Titelverteidiger wollen wir natürlich an die Leistung von 2003 anschließen und wieder gewinnen. Ich wünsche mir ein echtes Spektakel, weniger verbissene Zweikämpfe, dafür aber viele Tore."

Safar im Tor

Der Titelverteidiger tritt nach der Mandel-Operation von Didulica nicht mit dem Australier, sondern mit Safar, der neuen Nummer zwei, im Tor an. Neben Mandl, der Favoriten verlassen will, fehlen u.a. auch Janocko, Verlaat, Ratajczyk, Afolabi, Gilewicz, Rushfeldt und Helstad. Die Rapidler setzten um Payer, Hofmann, Ivanschitz und Wallner ebenfalls viele (weitere) Junge wie Dober, Cehajic, Atan und Kienast ein.

Team Erste Liga mit feinen Technikern

Austria und Rapid haben in Gruppe B auch das ehrgeizige Red Zac-Team Erste Liga zu bekämpfen. Die Auswahl von Trainer Andreas Heraf, die sich aus Spielern von Austria Lustenau und Untersiebenbrunn zusammensetzt, hat mit Amir Bradaric und Markus Aigner die "Hallenkönige" 2003 bzw. 2002 in ihren Reihen. Dafür fehlt aber der vierfache Stadhallen-"King" Peter Stöger wegen einer Verletzung.

Admira in Bestbesetzung

Eine bessere Rolle als vor zwölf Monaten, als sie wie Rapid schon nach den Gruppen-Spielen Abschied nahm, möchte die Admira spielen. "Wir werden auch in Bestbesetzung antreten", sagte Klub-Manager Christian Trupp. SV Mattersburg mit Torschützenkönig Thomas Wagner, zuletzt Turnier-Dritter, darf mit stimmkräftiger Unterstützung der burgenländischen Fans rechnen.

Sportklub, aufgerüstet

Gut besetzt ist Sportklub United mit den Gastspielern Nikica Pavlek (FAC/Hallenkönig und - Sieger 2001), Stephan Marasek, Jürgen Leitner, Thomas Darazs, Ronnie Unger und Gilbert Prilasnig. "Wir haben ein paar Zauberer zur Verfügung und wollen Zünglein an der Waage sein", meint Walter Müllner, der Co-Trainer des Hernalser Ostligisten. Am Eröffnungstag stehen fünf Spiele auf dem Programm, eines davon wird von den Frauen-Auswahlen aus Wien und Niederösterreich bestritten.(APA)

  • Auf dem Parkett darf wieder Walzer getanzt werden.

    Auf dem Parkett darf wieder Walzer getanzt werden.

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