US-Behörden erwägen Ausweitung der BSE-Tests

1. Jänner 2004, 21:14
posten

Rindfleisch in acht Bundesstaaten und in Guam aus den Regalen genommen

Das US-Landwirtschaftsministeriums erwägt nach dem ersten BSE-Fall in den USA die Ausweitung der Untersuchung von Rindern. Der Chef-Veterinär der Behörde, Ron De Haven, ließ allerdings zunächst offen, ob die Untersuchung aller Rinder auf BSE in Erwägung gezogen werde. Derzeit werden in den USA nur ältere Rinder, die Anzeichen der Krankheit zeigen, getestet.

Die mit BSE infizierte Milchkuh ist nach Angaben der US-Behörden bei ihrer Schlachtung sechseinhalb Jahre alt gewesen. Damit sei die Kuh vor dem Verbot von Tiermehl-Fütterung in den USA und Kanada geboren, sagte ein Sprecher der US-Gesundheitsbehörde (FDA). Die Ermittler der Behörde versuchten nun das Futter zu finden, das die vermutlich in Kanada geborene Kuh infiziert haben könnte.

Rindfleisch in acht Bundesstaaten aus dem Regal genommen

Als Reaktion auf den BSE-Fall wurde bereits Rindfleisch in acht US-Bundesstaaten und im US-Überseegebiet Guam aus den Regalen genommen. Die dortigen Geschäfte könnten Fleisch von einem der Tiere erhalten haben, die am 9. Dezember im Bundesstaat Washington geschlachtet worden waren. An diesem Tag war dort die mit BSE infizierte Milchkuh geschlachtet worden. BSE steht im Verdacht, beim Menschen eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auszulösen.

Mehr als zwei Dutzend Länder hatten vorsorgliche ihre Rindfleischimporte aus den USA gestoppt. Die US-Behörden stellten zwei Herden mit insgesamt 4.400 Tieren unter Quarantäne. Der US-Agrarwirtschaft drohen nach Einschätzung von Volkswirten Milliardenverluste. Die US-Schnellrestaurantketten McDonald's, Wendy's und Burger King sehen allerdings bisher keine Auswirkung des ersten BSE-Falls in den USA auf ihr Geschäft. (APA/Reuters)

Share if you care.