Große Erwartungen an Börseneinführung von Google

13. Jänner 2004, 19:09
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Erinnerungen an den großen Goldrausch der Dot-Com-Firmen werden wach

Drei Jahre nach dem abrupten Ende der Internet-Euphorie an den Weltbörsen weckt die für das erste Halbjahr 2004 erwartete Börseneinführung von Google neue Hoffnungen. Seit dem Goldrausch der Dot-Com-Firmen hat es zumindest keine "Initial Public Offering" (IPO) mehr gegeben, an die derart große Erwartungen geknüpft wurden.

Verbrannte Finger

"Mit Dot-Com-Aktien hätten sich so viele Anleger die Finger verbrannt, dass sie bei allen Internet-Papieren äußerst vorsichtig seien", erklärt der Vorstandschef der High-Tech-Investmentbank ThinkEquity in San Francisco, Michael Moe. "Der Börsengang von Google könnte der Katalysator werden, der die Leute zurückbringt."

Geschätzt

Google selbst äußert sich nicht zu seinen Plänen und verweist dabei auf die Bestimmungen des Aktienrechts. Während hunderte von Startup-Unternehmen der Internet-Branche längst wieder verschwunden sind, hat die erst vor fünf Jahren begründete Suchmaschine einen beispiellosen Aufschwung genommen: Der 2003 erwirtschaftete Gewinn wird auf 700 Millionen bis eine Milliarde Dollar geschätzt. Mit seinen Millionen von regelmäßigen Nutzern hat sich Google zu einer Marke entwickelt, die von der Werbewirtschaft sehr geschätzt wird.

Neben Google

Von 1998 bis Ende 2000 gab es in den USA 1.250 Börseneinführungen, wobei der größte Teil auf Internet-Startups entfiel. Von Januar 2001 bis zum 9. Dezember 2003 registrierte der Fachdienst IPOfinancial.com dann nur noch 238 Erstemissionen. Neben Google gibt es bislang allerdings nur wenige Kandidaten für weitere High-Tech-Börsengänge in 2004. Genannt werden unter anderem das Portal shopping.com, salesforce.com und Dolby Laboratories. (APA/AP)

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