Schwieriges Überleben für die Reblaus

5. Jänner 2004, 12:58
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"Wickler-Watch": Winzer werden per SMS informiert

Wien - "Die Wirkungsdauer der modernen biologischen Pflanzenschutzmittel ist nur sehr kurz. Ein, maximal zwei Tage", erklärt Friedrich Polesny, "in dieser Zeit muss gespritzt werden."

Polesny arbeitet für die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit Ages, die in den letzten Jahren ein Warnsystem zum Befall von Reben mit dem gefährlichsten Weingartenschädling, dem Traubenwickler, ausgearbeitet hat. 1500 Winzer sind bei dem "Wickler-Watch" genannten Projekt mittlerweile registriert. Diese werden mehrmals im Jahr via Internet oder SMS-Nachricht - möglich ist auch E-Mail oder Fax - davon informiert, dass sie innerhalb kürzester Zeit ihre Reben spritzen müssen. Polesny: "Vor allem Topwinzer und die jungen Weinbauern machen da mit."

Die Ages hat dafür in den Weingärten der wichtigsten Weinbauregionen Beobachtungsstationen aufgestellt, wo die Schädlinge ständig beobachtet werden. Mitt- lerweile wurde das System auch nach Deutschland "exportiert". (ruz/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30. 12. 2003)

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