"Schwarze Allmacht" und grüne "Umfaller"

2. Jänner 2004, 11:08
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SP und Freiheitliche kritisieren Koalition

Linz - Der harmonische Paarlauf von ÖVP und Grünen trifft erwartungsgemäß bei den Roten und den Freiheitlichen auf wenig Zustimmung.

Während die Regierungspartner bemüht sind das gute Arbeitsklima der schwarz-grünen Partnerschaft demonstrativ auch nach außen zu tragen - Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) etwa sprach in einem Interview mit dem STANDARD von einer "positiven Zusammenarbeit ohne Betriebsunfall" - können SPÖ und FPÖ dem jungen Bündnis wenig abgewinnen.

Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider (SP) sieht bereits nach rund zwei Monaten Schwarz-Grün den "völligen Verlust wichtiger grüner Inhalte und den Ausbau der schwarzen Allmacht". Die Grünen seien "noch schneller als die FPÖ auf Bundesebene umgefallen", kritisiert Erich Haider. "Die Grünen stützen nur mehr die Betonfraktion der ÖVP und der Verlust ihrer Inhalte ist die erste Vorleistung für eine schwarz-grüne Zusammenarbeit auf Bundesebene", meint der oberösterreichischen SPÖ-Landesvorsitzende im Gespräch mit dem STANDARD.

Der freiheitliche Landesparteiobmann Günther Steinkellner spricht im Zusammenhang mit Schwarz-Grün in Oberösterreich von "viel Lärm um nichts". Eine "eigenständige Linie der Grünen" sei quasi "nicht mehr vorhanden". Auch der Regierungszukunft sieht der Freiheitliche eher düster entgegen: "Ich habe eigentlich gar keine Erwartungen - die Volkspartei wird ihre Politik weiter durchsetzen und gelegentlich wird eine zarte grüne Feder auftauchen", meint Günther Steinkellner. (mro)

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