Dokumentarfilm-Regisseur Francis Thompson gestorben

6. Jänner 2004, 19:48
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Oscar-Preisträger wurde 95 - Er ebnete mit Multiscreen-Technik den Weg für die Imax-Großbildkinos

New York - Der amerikanische Dokumentarfilm-Regisseur Francis Thompson, dessen Multiscreen-Technik den Weg für die Imax-Großbildkinos ebnete, ist tot. Wie die "New York Times" am Montag berichtete, starb Thompson am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 95 Jahren an einer Lungenentzündung.

Oscar für "To Be Alive!"

Der Regisseur hatte 1965 einen Oscar für seinen Film "To Be Alive!" gewonnen, der für die Vorführung auf drei Leinwänden produziert worden war. Die Dokumentation, die den Lebensumständen von Kindern in Afrika, Italien und Amerika nachgeht, hatte bei der New Yorker Weltausstellung 1964 Premiere. Zu Thompsons herausragenden Werken gehörte auch der 1957 geschaffene abstrakte Film "N.Y., N.Y." über einen Tag im Leben von New York. Dabei filmte er Stadt und Menschen vor allem durch Speziallinsen, Prismen und Spiegel.

Mit seiner Technik, parallel ablaufende Geschehnisse gleichzeitig auf mehreren Leinwänden zu zeigen, gab der Regisseur wesentliche Anstöße für die Entwicklung von Imax-Filmen, die dem Publikum das Gefühl vermitteln, sich mitten in der Handlung zu befinden. Thompson führte später auch Regie bei mehreren Imax-Dokumentarfilmen. (APA/dpa)

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