Hungerstreik auf Nauru

31. Dezember 2003, 14:17
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Protest gegen Ablehnung von Asylanträgen - 18 Flüchtlinge im Krankenhaus

Canberra - Nach einem dreiwöchigen Hungerstreik geht es 18 Asylbewerbern in einem australischen Flüchtlingslager so schlecht, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Keiner von ihnen befindet sich aber in lebensbedrohlichem Zustand, wie die Behörden am Montag mitteilten.

Inzwischen beteiligen sich 45 Menschen in dem Lager auf der Pazifikinsel Nauru an dem Hungerstreik, die meisten von ihnen Afghanen. Vier von ihnen haben sich die Lippen zugenäht.

Mit ihrer Aktion protestieren die Flüchtlinge gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge und gegen die Zustände in dem Lager auf Nauru, einem unabhängigen Staat, der zwischen Australien und Hawaii liegt. Die Regierung in Canberra hat die Asylanträge aller 191 Erwachsenen und 93 Kinder in dem Flüchtlingslager abgelehnt.

Sie erklärte sich vergangene Woche jedoch bereit, die Anträge von mehr als 200 Afghanen erneut zu prüfen, wenn das Flüchtlingshilfswerk UNHCR eine drastische Verschlechterung der Sicherheitslage in ihrem Heimatland nachweisen könne. (APA/AP)

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