Altes Gestein, neue Erkenntnis

4. Jänner 2004, 21:07
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Geologisches Neuland hat ein junger Forscher aus Voitsberg betreten und nun dafür den Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung des Landes Steiermark erhalten. Walter Kurz, Jahrgang 1969, setzte sich in einer Arbeit mit einer bisher nicht weiter erforschten Tatsache auseinander: Während der Gebirgsbildung der Alpen versanken große Gesteinseinheiten im Erdmantel und gelangten später aus Tiefen von bis zu 100 Kilometern wieder an die Erdoberfläche.

Die Mechanismen, die dazu geführt haben, sind bis heute nicht vollständig geklärt und stellen derzeit eines der wichtigsten Forschungsfelder der Tektonik, der Lehre vom Bau der Erdkruste und ihren inneren Bewegungen, dar. Kurz bemühte sich in seiner Arbeit um die Zusammenführung der bisher vorhandenen Erklärungsmodelle zu einem gemeinsamen Entwicklungsschema. Die Erkenntnisse werden in einem Gutachten als "wesentlicher Beitrag zur Klärung vieler offener Detailfragen auf dem Gebiet der Alpengeologie" gewertet. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. 12. 2003)

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