Bill Gates muss Verzögerungen bei Mammut-Projekt einstecken

6. Jänner 2004, 22:48
5 Postings

Datenbank-Software "Yukon" wird sich verspäten - Laut Microsoft aber keine Auswirkungen auf "Longhorn" und "Kodiak"

Der Softwarekonzern Microsoft gehört zu den Unternehmen, die in den letzten Jahren unzählige Produkte auf den Markt gebracht haben und auch immer wieder für einen Innovationsschub in der IT-Branche sorgen - und sei es auch nur, dass sich die Linux-Entwickler noch mehr anstrengen. Doch auch ein Konzern wie Microsoft hat ein Mammut-Projekt in Entwicklung; und dieses könnte sich nun weiter verschieben und damit auch Einfluss auf andere Produkteinführungen haben.

Zehn Jahre "Yukon"

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Entwickler an einer einheitlichen Storage-Technologie, die in alle Microsoft-Produkten Anwendung finden soll. Dieses Projekt, das vor allem Bill Gates eine Herzensangelegenheit ist, wird derzeit unter dem Codenamen "Yukon" entwickelt. CNet hat in einem ausführlichen Artikel beleuchtet, welche Konsequenzen eine mögliche Verspätung von "Yukon" auf andere Microsoft Produkte, wie etwa das kommende neue Betriebssystem "Longhorn" oder den kommenden Exchange Messaging Server, Codename Kodiak, haben könnte.

"Keine Auswirkungen"

Wie der Microsoft Produktmanager Stan Sorensen gegenüber CNet meint, soll die neue Storage Technologie Differenzen zwischen den einzelnen Datentypen bereinigen und es für die Anwender vereinfachen Dokumente zu suchen und zu finden und E-Mails und Multimedia-Dateien auf Festplatten und in Netzwerken aufzuspüren und gemeinsam zu nutzen. Laut Sorensen sind Yukon und Longhorn zwei völlig verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Entwicklerteams und unterschiedlichen Entwicklungszyklen. "Verzögerungen bei Yukon hätten keinerlei Auswirkungen auf Longhorn", so Sorensen. "Es gibt eine gemeinsame Philosophie dahinter, aber nur wenig gemeinsamen Code". Der Code, den sich Yukon, Longhorn und Kodiak teilen würden, ist bereits fertig entwickelt und kann bei Verzögerungen eines dieser Produkte problemlos in einem anderen, das früher auf den Markt kommt, integriert sein.

2006 wird zum Microsoft-Jahr

Durch die Verschiebungen bei "Longhorn", das eigentlich schon für 2004 angekündigt war und nun erst später erscheinen wird, kann man schon jetzt das Jahr 2006 als extrem wichtiges Jahr für Microsoft bezeichnen. 2006 sollen dann nämlich sowohl "Longhorn" wie auch "Kodiak" und auch und vor allem "Yukon" in den Handel kommen. Dann dürfte das Ende des SQL-Server eingeläutet werden und die IT-Branche wird einige neue Herausforderungen zu meistern haben.(grex)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.