Premiere senkt erneut Verlustprognose für 2003

13. Jänner 2004, 14:50
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2005 soll Börsengang geprüft werden

Der Pay-TV-Sender Premiere hat seine Verlustprognose für das Gesamtjahr zum wiederholten Male gesenkt. Ende 2003 werde der operative Verlust weniger als 20 Millionen Euro betragen, sagte Premiere-Chef Georg Kofler dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag.

Erst Ende Oktober hatte das Unternehmen seine Prognose für den operativen Verlust auf 30 von 40 Millionen Euro verringert. Premiere war ursprünglich von einem Verlust von 80 Millionen Euro ausgegangen und hatte die Prognose dann in mehreren Schritten gesenkt. Im dritten Quartal hatte Premiere erstmals einen operativen Gewinn erwirtschaftet.

2005 soll Börsengang geprüft werden

Für das Gesamtjahr bekräftigte Kofler zudem das Ziel von mehr als 2,9 Millionen Kunden. "Bis Ende nächsten Jahres rechnen wir mit mindestens 3,2 Millionen", kündigte er an. An dem Zeitplan für den für 2005 geplanten Börsengang ändere sich nichts. "2005 wollen wir den Börsengang von Premiere prüfen", bestätigte Kofler.

Premiere gehörte einst zum zusammengebrochenen Medienimperium von Leo Kirch. Jetzt liegen etwa 55 Prozent der Anteile bei der Beteiligungsgesellschaft Permira. Gut 20 Prozent hält Kofler selbst. (APA/Reuters)

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