Steuerfrei bis 14.500 Euro

8. Jänner 2004, 17:23
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Medikamente werden billiger, Kranksein bleibt aber teuer

2004 werden die Österreicher rund zwei Prozent mehr Lohn oder Gehalt lukrieren. Am besten erwischt hat es die Elektroindustrie, bei der schon seit November ein Plus bei den Istlöhnen von 2,5 verzeichnet wird. Die Beamten erhalten 2004 1,85 Prozent mehr, die Handelsangestellten 1,9 Prozent.

  • Das neue Jahr bringt mit der ersten Etappe der Steuerreform Entlastungen vor allem für die untersten Einkommen und für Unternehmer. Das Finanzministerium gibt die Nettoentlastung der ersten Etappe der Steuerreform mit 500 Millionen Euro an. Jahreseinkommen bis 14.500 Euro brutto werden steuerfrei gestellt.

  • Neu ist eine Begünstigung bei der

    Besteuerung nicht entnommener Gewinne , die die Bildung von Eigenkapital fördern soll. Das gilt für Einzelunternehmer und Personengesellschaften in den Bereichen Gewerbe und Landwirtschaft.

  • Die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer sinken im kommenden Jahr. So findet bei über 56-jährigen Frauen und über 58-jährigen Männern in der Arbeitslosenversicherung eine Reduktion um insgesamt sechs Prozentpunkte (jeweils drei Prozentpunkte für Arbeitgeber und Dienstnehmer) statt.

  • Die Grenze für geringfügige Beschäftigung beträgt im nächsten Jahr monatlich 316,19 Euro (bisher 309,38) bzw. täglich 24,28 Euro (bisher 23,76 Euro).

  • Für Patienten bringt das kommende Jahr billigere Medikamente. Die Rezeptgebühr wird zwar mit 1. Jänner um zehn Cent erhöht, im Laufe des Jahres wird sie aber für wirkstoffgleiche Nachahmungsprodukte, so genannte Generika, um ein Drittel gesenkt.

  • Die Vereinheitlichung der Beiträge zur Krankenversicherung bringt für die Angestellten eine Erhöhung und für die Arbeiter eine Senkung. Ebenfalls erhöht werden die Beiträge der Pensionisten. Mit 3,63 Euro unverändert bleibt die Krankenscheingebühr.

  • Die Rezeptgebühr steigt von 4,25 auf 4,35 Euro.

  • Mit 1. Mai 2004 tritt ein verschärftes Asylgesetz in Kraft. Kernpunkt darin ist, dass innerhalb von maximal 72 Stunden entschieden werden soll, ob es zur Aufnahme, einer Abschiebung oder einer weiter gehenden Prüfung kommt.

  • Flüchtlinge können noch während der Berufungsfrist abgeschoben werden. Strittig ist auch das "Neuerungsverbot" : Das Vorbringen neuer Fluchtgründe ist in der zweiten Instanz nur mehr in Ausnahmen möglich. (red, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 27./28.12.2003)
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