Staatsanwalt verlangt Auskunft über Michael Jacksons Reisepläne

1. Jänner 2004, 20:50
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Star soll erneut Pass abgeben

Los Angeles - Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Pop-Star Michael Jackson soll erneut seinen Reisepass abgeben, wenn er nicht nach London fliegen sollte. Das verlangte Staatsanwalt Tom Sneddon nach US-Medienberichten vom Mittwoch in einem Schreiben an Jacksons Anwalt Mark Geragos.

Sneddon wies darauf hin, dass Jackson der Pass nur für den Zweck einer angeblich aus geschäftlichen Gründen erforderlichen England- Reise zurückgegeben worden sei. Ihm seien aber Berichte zu Ohren gekommen, dass der Pop-Musiker gar nicht nach London fliegen wolle. Eine Antwort der Verteidigung lag bis Heiligabend noch nicht vor.

Vertragliche Verpflichtungen

Jackson hatte geltend gemacht, er müsse vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Promotion für sein neues Album "Number Ones" erfüllen und dafür über Weihnachten und Neujahr in Großbritannien sein. Jacksons Sprecher Stuart Backerman erklärte, seines Wissens sei die Reise weiterhin vorgesehen.

Jackson war vor einer Woche offiziell angeklagt worden, einen Buben in sieben Fällen sexuell missbraucht sowie dem Kind dafür in zwei Fällen Alkohol eingeflößt zu haben. Jackson hat die Vorwürfe bestritten. Am 16. Jänner soll er zum ersten Mal vor einem Richter erscheinen und offiziell erklären, ob er sich schuldig oder unschuldig bekennt. (APA/dpa)

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