Mubarak und Assad fordern Nahen Osten ohne Massenvernichtungswaffen

25. Dezember 2003, 17:33
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Powell: Syrien, Iran und Nordkorea sollen Libyen folgen

Sharm el Sheikh/Washington - Ägyptens Präsident Hosni Mubarak und sein syrischer Kollege Bashar el Assad haben die Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten gefordert. Die jüngsten Ereignisse in der Region hätten deutlich gemacht, dass sie "einschließlich Israels" von allen Massenvernichtungswaffen freigemacht werden müsse, erklärten die beiden Präsidenten am Mittwoch nach einem Gipfeltreffen im ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh am Roten Meer.

Zu diesem Zweck wollten Ägypten und Syrien im Rahmen der Vereinten Nationen und anderen beteiligten internationalen Organisationen zusammenarbeiten. Die beiden Staatschefs reagierten damit auf die Ankündigung Libyens vom Freitag, auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten.

US-Außenminister Colin Powell appellierte an Syrien, Nordkorea und den Iran, dem Beispiel Libyens zu folgen und auf ihre Programme für Massenvernichtungswaffen zu verzichten. Er hoffe, dass die Syrier "vom Abgrund zurücktreten, an den sie sich in den vergangenen Jahren begeben haben", sagte Powell am Dienstagabend in einem Rundfunkinterview. Libyens Staatschef Muammar Gaddafi hatte den Iran, Syrien und Nordkorea zuvor aufgerufen, es seinem Land gleichzutun und auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten.

Gegen Syrien hatte US-Präsident George W. Bush vor zwei Wochen ein Sanktionsgesetz unterzeichnet. Mit drohenden wirtschaftlichen und politischen Strafmaßnahmen wollen die Vereinigten Staaten den Druck auf die syrische Regierung erhöhen, im Antiterrorkampf mit den USA zusammenzuarbeiten. (APA)

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