Karsai erneut für starkes Präsidentenamt in Verfassung

5. Jänner 2004, 10:06
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Um "Chaos im Land" zu verhindern - Abschluss der Loya Jirga zum Wochenende angepeilt

Kabul - Der afghanische Übergangspräsident Hamid Karsai hat erneut für die umstrittene Verankerung eines starken Präsidentenamtes in der neuen Verfassung geworben. Wenige Tage vor dem erwarteten Ende der verfassungsgebenden Großen Ratsversammlung (Loya Jirga) sagte Karsai in Kabul, mit einem wie im Verfassungsentwurf vorgesehenen starken Präsidenten könne "Chaos im Land" verhindert werden.

Karsai hat angedroht, bei den für kommenden Sommer geplanten Wahlen nicht zu kandidieren, sollten die mehr als 500 Delegierten der Loya Jirga dem Konzept eines starken Präsidenten nicht folgen. Er zeigte sich am Mittwoch erneut zufrieden mit den Fortschritten der Versammlung, die vor eineinhalb Wochen in Kabul begonnen hatte. Karsai sagte, er rechne damit, dass die Loya Jirga gegen Ende der Woche eine neue Verfassung für Afghanistan verabschieden werde. (APA/dpa)

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    Will ein starker Präsident sein: Hamid Karzai, bisher bloß stark bewacht.

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