BSE

1. Jänner 2004, 21:14
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Nach gängiger Theorie in Großbritannien entstanden

Berlin - Kleine, krankhaft veränderte Eiweiße (Prionen) sind verantwortlich für den so genannten Rinderwahnsinn BSE. Die schwammartige Gehirnschädigung des Rindes (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) ist nach gängiger Theorie entstanden, weil Tierfutter-Hersteller in Großbritannien Schafskadaver zur Futterverarbeitung nicht mehr sorgsam sterilisiert hatten. Fleisch- und Knochenmehl enthielt Erreger aus Scrapie-kranken Schafen, die ebenfalls ein schwammartig verändertes Gehirn aufweisen.

BSE-infizierte Rinder werden aggressiv, verlieren ihre Orientierung und verenden qualvoll, wenn sie nicht schon vorher getötet werden. Die Krankheit war erstmals 1986 bei einem britischen Rind beschrieben worden.

Forscher gehen davon aus, dass sich der Mensch beim Verzehr von BSE-verseuchtem Fleisch mit der neuen Variante der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) anstecken kann. (APA/dpa)

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