"Gute Gründe für Dollar-Schwäche"

12. Jänner 2004, 11:09
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EU-Kommissar Lamy sieht Euro-Kurs nicht als beunruhigend

Paris - Den jüngsten kräftigen Kursanstieg des Euro gegenüber dem Dollar auf immer neue Rekordstände löst offenbar bei der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Besorgnisse aus. EU-Handelskommissar Pascal Lamy sagte am Dienstag dem Rundfunksender RTL, der derzeitige Euro-Kurs sei nicht beunruhigend.

"Es ist nicht der Euro, der stark ist, aber der Dollar, der schwach ist", sagte Lamy weiter. Es gebe gute Gründe für die Dollar-Schwäche, sagte er unter Hinweis auf das Ungleichgewicht in der US-Leistungsbilanz. Die Kursbewegungen erschienen ihm normal. "Da gibt es keine Überraschung. Das wichtige ist, dass er (der Kursanstieg) kontrolliert verläuft."

"System flexibler Wechselkurse"

EZB-Direktoriumsmitglied Tommaso Padoa-Schioppa sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe) auf die Frage, ob der Euro-Kursanstieg den Aufschwung in der Euro-Zone in Frage stellt: "Nur so viel. Wir leben in einem System flexibler Wechselkurse." In Europa werde viel mehr über Wechselkurse gesprochen als in den USA.

Der Dollar wurde am Dienstagvormittag in Europa mit Kursen um 1,2415 Dollar gehandelt. Am Vortag war die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,2447 Dollar gestiegen. (APA/Reuters)

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